Pentagramm 1/2006
Geozentrisch - Heliozentrisch - Christozentrisch
Die Reise zum wirklichen, unvergänglichen Geist-Seelen-Leben wird
ihre Krönung finden im Preis für den göttlichen Wettlauf,
in der Verbindung mit dem Geist.
Inhalt
- Wird die Erde wieder Flach?
- Geozentricch-heliozentrisch-christozentrisch
- Pentagramm-Redaktion auf Reisen
- Mann und Frau sind eins
- Der Schöpfungsmythos aus dem Corpus Hermeticum
Leseprobe
[...] Im Menschen entwickelte sich der Drang, sich aus den irdischen
Begrenzungen zu lösen und den Raum zu erforschen. Es entstand die
absurde Idee, andere Planeten zu kolonisieren. Die Menschen sollten nur
an diese Möglichkeiten glauben und sie schließlich auch
finanzieren, während gleichzeitig Millionen verhungerten, denen
hätte geholfen werden können. Das ist die falsch verstandene
Wirkung des Aquarius-Impulses, der die Menschen antreibt, die Begrenzung
des Irdischen hinter sich zu lassen. Die Erde wird also wieder flach.
Ein anderer Riesenschritt der Menschheit war seinerzeit die Ersetzung
des geozentrischen Weltbildes durch das heliozentrische gewesen. Es
erwies sich, dass nicht die Sonne sich um die Erde dreht, sondern die
Erde um die Sonne.
Hat aber dieser Riesenschritt die Menschheit Gott, dem Geist, näher
gebracht? Sie wird einmal zu Gott zurückkehren. Aber dieser Schritt
führte nur in ein dunkles Tal, nämlich zum starren,
mechanistischen Weltmodell Descartes' und Newtons. Dieses Weltbild
war durch eine immer tiefere Spaltung zwischen Geist und Stoff, der
toten Materie, charakterisiert. Den Tiefpunkt dieser Spaltung
bezeichnete Laplaces Ausspruch über Gott: Diese Hypothese habe ich
nicht nötig. Im Jahrhunderte dauernden Würgegriff dieses
deterministisch-mechanistischen Weltbildes entwickelten die Menschen
einen starken Kulturpessimismus. Sie entfremdeten sich der Natur und
vergaßen den Gedanken, dass der Weltentwicklung ein göttlicher
Plan zu Grunde liegt. Das hatte ernste Folgen für die Menschheit.
Man ging jetzt davon aus, dass Gott, sollte es ihn denn geben,
höchstens ein Uhrwerk in Bewegung gesetzt hatte, das mit
unerbittlicher Präzision abläuft. Das Resultat
dieses wissenschaftlichen Dogmas, dieses cartesianisch-newtonianischen
Ansatzes war, dass man der Natur kein Ziel und keinerlei Bedeutung mehr
zuerkannte.
So presste das eiskalte, rein mechanistische Denken jahrhundertelang das
menschliche Herz zusammen, bis im vorigen Jahrhundert neue Konzeptionen
wie Rammböcke dieses Gebäude zum Wanken brachten. Es waren:
die Relativitätstheorie, die Quantenphysik, die Psychologie von
Carl Gustav Jung, die Entdeckungen der Biodynamik, die Kosmologie, die
psychosomatischen Zusammenhänge, der Holismus und die von Raum und
Zeit unabhängige Kommunikation der Elementarteilchen untereinander
und auf Bewusstseinsebene.
In der modernen Mathematik geht man von einem Hyperraum mit 10 oder 11
Dimensionen aus. Anders kommt man den Rätseln um den Urknall nicht
bei. Es wird nicht mehr ausgeschlossen, dass es mehrere, im Schoß
eines Metaversums geborene, Universen geben könnte. Sie wären
wie Milliarden Seifenblasen entstanden. Aber nur eine einzige davon -
die unsrige - konnte in dem Sinn, wie wir von Existenz und Entwicklung
sprechen, existieren und sich entwickeln. Eine Abweichung um ein
Milliardstel in einem der unglaublich exakten Verhältnisse der mehr
als dreißig kosmischen Konstanten unseres Universums hätte die
neugeborenen Sternensysteme implodieren lassen. Die gleiche Abweichung
zur anderen Seite hin hätte sie explodieren lassen. Wie kann eine
derart komplizierte Ordnung per Zufall durch Atomzusammenstöße
entstanden sein? Das beginnen sich auch die Wissenschaftler zu fragen.
Auch wenn man die Prinzipien der Evolutionslehre Darwins noch gelten
lassen will, wirft doch die ausschließliche Rolle, die der Zufall
darin spielen soll, genau so viele Zweifel auf wie die Annahme, dass ein
Kleinkind eine Rolex-Uhr zusammensetzen könnte.
Der Kosmos ist und bleibt ein Wunder, unter anderem auch wegen seiner
schwarzen Löcher. Obwohl prinzipiell kein Licht aus einem schwarzen
Loch kommen kann (darum ist es schwarz), errechneten Stephen Hawking und
Roger Penrose mittels der Wahrscheinlichkeitsrechnung, dass es Atomen
darin doch gelingen könnte, dem schwarzen Loch zu entkommen. Auf
diese Weise könnte das schwarze Loch selbst verdampfen.
Kürzlich hat ein Astronom entdeckt, dass auch kleine schwarze
Löcher gewaltige Energiemengen in Form von zwei relativ schmalen
Strömen oder Strahlungen elektrisch geladener Teilchen
ausstoßen können, die sich in entgegengesetzte Richtungen
ausbreiten. Einer davon, der aus einem schwarzen Loch im Sternbild
Cygnus-X-i stammt, hat einen Gasballon mit einem Durchmesser von zehn
Lichtjahren (!) erzeugt, der sich immer noch weiter ausbreitet.
Die unvorstellbare Größe all dieser Erscheinungen nähert
sich den Größenordnungen der Geheimlehre Blavatskys und den
östlichen Vorstellungen mit ihren Kalpas, Manvantaras und
Mahapralayas, die den westlichen, naturwissenschaftlichen Rahmen ohne
weiteres sprengen. Auch mit ihren Hypothesen der Quantenphysik
gerät die westliche Wissenschaft allmählich in die Nähe
der östlichen Mystik. Eine dieser Hypothesen ist die Einheit alles
Bestehenden. Sie findet ihren Grund im Akasha-Feld oder A-Feld, einem
Feld der kosmisch zugänglichen Information.
Es ist also einiges in Bewegung. Man beginnt einzusehen, dass es keine
tote Materie gibt, und auch keinen leeren Raum. Von dem Gedanken an ein
Vakuum ist man zu der Idee einer alles umfassenden und alles
durchdringenden Fülle übergegangen: einem Plenum aller
Informationen. [...]