Pentagramm 3/2007
Das für die ganze Welt und besondere für die Seele so
wichtige Wassermannzeitalter hat begonnen. Diese neue Ära birgt
eine große Erwartung und Chance, und gewiss für die Frau. Das
Männliche im Menschen wird Raum schaffen für eine Synthese des
Männlichen und des Weiblichen, da alles Einseitige hier keine
Lösung bietet. Die große Hoffnung und Erwartung ist, dass sich
die Frau ihrer wirklichen Bedeutung bewusst wird und damit beginnt,
einen Platz, eine Führungsrolle in der menschlichen Entwicklung
einzunehmen. Aber nicht als ein neues Matriarchat, sondern als Stimulans
für eine universelle Seelen-entwicklung: die des
Geist-Seelen-Menschen, die Vereinigung der beiden Hälften in der
kosmischen Zwei-Einheit, in der Mann und Frau im vollkommenden
Gleichgewicht zusammenwirken.
Inhalt
- 'Du winkst mir, wie ein Traum'
- Der Bogenschütze
- Die Kraft der Rose
- Aquarius - Ein Sauerteig
- Die Stunde der Wahrheit
- Im Paradies ist alles anders
- Der Duft Shamballas
- Die Psychologie der Musik
Leseprobe
Die Stunde der Wahrheit
Im Verlauf des Erdzeitalters durchlebte unser Mirkokosmos viele
Inkarnationen. Jedes Leben kann uns - kollektiv und individuell -
höher führen. Wir werden hierzu nicht gezwungen, aber die
Ewigkeit begleitet uns. Auf jedem Lebensweg stellt sie uns vor die
Frage: "Wenn nicht jetzt, wann dann?" Mit dem inneren Kompass
als Richtschnur - einer Selbstautorität auf der Basis einer neuen
Orientierung - können wir die "Ordnung des Reiches" als
Leitung und Lebensquell annehmen. Mystisch ausgedrückt heißt
das: "Nicht ich, sondern Christus in mir." Für viele bricht
dieser Zeitabschnitt an. Der Elan der irdischen Entwicklung vergeht.
Enttäuschung einerseits und Läuterung des Denken, Begehrens
und Wollens durch Erfahrung, andererseits führen zum Stillwerden
und zur Offenbarung der Stimme des Geistfunkenatoms. Eine neue Welt
zeigt sich am Horizont. Die Herschaft des Instinktes und des Intellektes
kann einer neuen Beseelung weichen. Die Menschheit hat eine einzigartige
Chancesowohl kollektiv als auch individuell.Der unverkennbare Niedergang
kann in einen Aufgang verwandelt werden.
Nicht indem wir den Kampf aufnehmen und das Spiel der Gegensätze in
uns und um uns erneut beleben. Dadurch bliebe alles nur beim Alten.
Sondern jetzt als Ernte der Involution, die wir kollektiv als Menschheit
und individuell als Mensch durchlebt haben. Die Stimme des
Ewigkeitsprinzips weist unsden Ausweg zu dem Anderen, zu dem Gebiet, in
dem Worte wie "Raum und Zeit", "Himmel und Erde",
"Leben und Tod", keine Bedeutung mehr haben.
Wir sprechen über "den Menschen", als ob es nur einen
gäbe. In Wirklichkeit ist das auch so. Kollektiv und individuell
sind wir aufs Engste miteinander verbunden und halten uns gegenseitig im
Gleichgewicht. Das Kollektiv beraubt den Einzelnen nicht seiner
Eigenheit, noch beherrscht der Einzelne mit seinem Willen das Kollektiv.
Es ist ein Austausch und ein gegenseitiges Tragen. Der "Mensch als
Kollektiv" mag asbtrakt erscheinen. In vielen, die den Strom des
Lebens, die Macht des Menschen, in sich selbst erkannt haben, entsteht
jedoch das Bedürfnis nach einen konkreten Erfüllung dieses
Begriffs, so wie die Kompassnadel von selbst ihre Richtung sucht. Das
kann im Kontakt mit Gleichgesinnten in einer Geistesschule Form
annehmen. Wenn die Kraft der Magnetnadel stark genug ist, geschieht
dieses Suchen nach Kontakt gegenseitig auf Grund der Verwandtschaft des
Kollektivs mit dem Individuum.
Es geht hier um eine Seelengemeinschaft, die persönliche Bindungen
weit übersteigt. Die Beseelung geschieht gemeinschaftlich, aber der
Weg muss individuell gegangen werden. Der Pfad führt über den
Schutt der blinden Gewalt und des Egoismus zur langen gesuchten
fehlenden Dimension, zum wahren Leben, dem wahren Motor hinter der Natur
des Menschen.
Der Mensch in Bewegung - die Welt in Bewegung
Vielleicht sind das, was wir heute Verschmutzung, Abbruch, Verlorengehen
nennen, nur Geburtswehen einer neuen Welt mit ganz anderen
Lebensbedingungen.Und der Untergang des alten Menschen und seiner Welt
beinhaltet gleichzeitig das Dämmern einer neuen Erde für einen
ganz neuen Menschen. Jeder, der sein Leben auf das ganz Andere richtet -
das in Wirklichkeit das Eine, Allumfassende und Gegensatzlose ist -
beseelt die neue Erde, den Wohnort des wahren Menschen. Es ist der
Mensch, wie er im Plan Gottes beabsichtigt ist: Hüter des Wortes
und Mitarbeiter im Garten Eden.