Pentagramm 2008/5

Pentagramm 2008-5

Erde und Mensch sind eine Einheit. Wenn sich die Erde verändert, verändert sich der Mensch.Und die Erde befindet sich zurzeit im Wandel. Der Wind der Veränderung weht über die Lande und hat großen Einfluss auf unser Bewusstsein. Nervenanspannung und Stress nehmen zu. Viele geraten unter Druck und verlieren das innere Gleichgewicht.
Ein Mensch ist wahrhaft im Gleichgewicht, wenn sich Himmel und Erde in ihm bewegen. Der, der die innere Stimme vernimmt, sieht das Äußere mit neuen Augen. Er bleibt standhaft inmitten der Stürme, wie ein Haus auf festem Grund.
Aber wer vernimmt die innere Stimme? Und wenn es einer tut, glaubt er ihr? Wie unwirklich erscheint doch ihr Klang und wie unbestimmt! Können wir mit unserem heutigen Bewusstsein überhaupt darauf reagieren?
Doch es gibt den Pfad, den Weg. Es ist ein Pfad der Vorbereitung und ein solcher des Erreichens. Beide sind Wege des Lichtes, mit der Menschheit verbunden; sie sind eine Möglichkeit, eine Zuflucht. Sie eröffnen sich, wenn unser Herz aufgeht und unsere Sehnsucht hervorbricht. Befinden wir uns auf dem Weg, dann erhät die Stimme Kontur. Sie wird deutlicher und lehrt uns ihre Sprache: die Sprache des Himmels in uns.

Inhalt

  • Lebendes Wasser Das universelle Heilmittel
  • Träger allen Seins
  • Irdische und himmlische Liebesgeschichten Leila und Madschnun
  • Die Brücke aus Feuer und Wasser führt zum Licht
  • Der Sohn des Feuers
  • Feuer, Wasser, Liebe
  • Die Kunst des Töpferns Geistiges Erwachen und Metamorphose der Seele
  • Der Schöpfungsbericht der Hopi-Indianer
  • Lichtet die Anker

Leseprobe

Schon Laotse sagte: Höchste Güte ist wie das Wasser. Des Wassers Güte ist es, allen Wesen zu nützen ohne Streit. Die rechte Lebenshaltung gleicht dem Wasser. Das Wasser ist überall und an allen Orten. Es ist auch an den Orten, die von den Menschen verachtet werden [...]

Das Wasser unserer irdischen Welt spiegelt alle Facetten des menschlichen Daseins wider. Als stiller Wegbegleiter offenbart es erbar­mungslos den Kurs der Menschheit. Es nimmt alle Informationen neutral auf, speichert sie und verteilt sie über die ganze Welt. Wasser ist das große Lösungs­mittel der Erde. Ohne Wasser könnten sich die Stoffe nicht miteinander vermischen und gäbe es für sie keinen Kreislauf.
Wenn die heutige Menschheit über lebendiges Wisser spricht, meint sie die Reinheit des irdischen Wassers. Das betrifft sowohl die grobstoffliche als auch die feinstoffliche Natur dieses Elements. Be­kannte Wasserlieferanten werben mit Slogans wie "Das Wasser zum Leben" oder "Die Nr. 1 der stillen Wasser". Die Wellness-Bedürfnisse unserer Konsum­welt steigen so rapide, wie die Armen der Welt nach Wasser zum Überleben verlangen. Frisches Quellwas­ser oder sprudelndes Mineralwasser sollen heutzutage reine Lebensqualität zurückbringen. Wasseraufberei­tungsgeräte werden vielfältig angeboten. Dabei reicht der Grad der Säuberung von der bloßen Entfernung der Schadstoffe bis hin zur Umprogrammierung der Schwingungsmuster. Dann wird von "geistiger Reinigung" gesprochen. Wissenschaftler wie Viktor Schauberger haben Verwirbelungstechniken entwi­ckelt, die dem Wasser helfen sollen, auch auf langen Strecken seine Lebendigkeit zu bewahren.
Doch wirklich lebendes Wasser, reine gnostische Lichtkraft, kann niemals seinen Ursprung im dialek­tischen Lebensfeld haben. Es entspringt ausschließlich dem Feld des heiligen Geistes. Diese göttliche Ursubstanz, die materia magica, ist überall im Hier und Jetzt anwesend, sogar an jenen Orten, die von den Menschen verachtet werden. Der gesamte Welthaushalt wird dadurch in Stand gehalten, aber er kann die astrale Ursubstanz nicht unmittelbar aufnehmen. Darum transmutieren die Äonen — große, unsichtbare Kraftkonzentrationen — diese reine Substanz in eine für die Natur assimilierbare Lichtenergie. Das natür­liche Leben besitzt Schwingungszahlen, die wesent­lich niedriger sind als die der ursprünglichen Energie.

DER DURST DER SEELE Wahrer Durst, der als eine innere Not erfahren wird, begleitet die gefallene Menschheit seit Anbeginn der Zeiten. Er ist allge­genwärtig und stets verbunden mit einer großen, oft unbewussten Sehnsucht nach unserem Vaterland, unserem Ursprung.
Wir leben am Beginn des Aquarius-Zeitalters, wodurch neue atmosphärische Bedingungen die Menschheit stets stärker beeinflussen. Der Wasser­mann gießt seinen Krug mit lebendem Wasser über die gesamte Menschheit aus. Uranus mit seinem Schwert bringt die Stunde der Erkenntnis. Die gro­ßen, helfenden Kräfte der Entstofflichung auf dem Weg der Transformation werden gerade in diesen Zeiten so oft missverstanden. Woher kommt das?

ZWISCHEN DEN POLEN GEFANGEN Die Wassermo­leküle H²O enthalten zwei Wasserstorfatome und ein Sauerstoffatom. Als Informationsträger befinden sie sich ständig in Bewegung. Sie verbinden sich genau so schnell miteinander, wie sie sich wieder voneinan­der lösen. Da sie einen Dipol bilden (das heißt, dass die Schwerpunkte ihrer positiven und negativen elek­trischen Ladungen nicht zusammen treffen), reagie­ren sie unmittelbar auf elektromagnetische Impulse und verbinden sich zu so genannten "Clustern", zu strukturierten Molekülbrücken. Diese kristallinen Gitternetze schwingen in einer bestimmten Frequenz und setzen, je nach Schwingungszahl, ihre Bewegung fort. Alle Stoffe unseres Planeten schwingen und vibrieren zwischen zwei Polen. Nichts in dieser Natur ist still oder bewegungslos.
Alles im Universum hat seine eigene Wellenlänge. Auch die härteste Materie ist Schwingung, sogar Holz oder Beton schwingt unaufhörlich in seiner spezifischen Frequenz. Der menschliche Stoffkörper besteht aus durchschnittlich 70% Wasser, wichtige Organe wie unser Blut sogar aus 90%. Es ist eine interessante Entsprechung, dass die Oberfläche der Erde ebenfalls zu 70% mit Wasser bedeckt ist. Wenn wir uns klar machen, dass wir aus Vibrationen beste­hen, ein vibrierendes Ganzes bilden, kann uns sehr bewusst werden, wie abhängig wir von allem sind, was diese Welt bewegt.
Jedoch führt diese Erkenntnis noch nicht zur Ret­tung aus der inneren Not. Jan van Rijckenborgh warnt in seinem Buch Das universelle Heilmittel deutlich: "Wenn die Lichtkraft zwar eingeatmet, aber nicht angewendet wird, entsteht [...] eine sehr große Gefahr, die sich auf die Verstärkung des dialektischen Seinszustandes und die dadurch entfesselten Folgen bezieht."
Wer erkennt, dass alles zusammen hängt, erfährt ebenfalls, dass wir im gleichen Maß, wie wir handeln oder nicht handeln, eine große Verantwortung der gesamten Menschheit gegenüber besitzen. Die Aquarius-Ära ist eine extrem wichtige Zeit, in der wir die gewaltige Möglichkeit besitzen, uns von allem loszureißen, was uns innerlich und auch äußer­lich bindet. Aber sie fordert eine klare Entscheidung und eine sich daraus entwickelnde Handlung. Aquarius zerbricht genauso, wie er zurück führt. Nutzen wir diese Situation intelligent.
Ein klarer Wendepunkt in der Zeit ist erkennbar. Ver­geht nicht auch die Zeit immer schneller? Wie viel Zeit bleibt uns noch, dem Ruf des Herzfunkenatoms zu folgen?

ZEUGNISSE ÜBER DAS IRDISCHE WASSER Dem japanischen Wasserforscher Dr. Masuro Emoto gelang es, den jeweiligen Zustand irdischen Wassers auf speziellen Wasserkristall-Fotos festzuhalten. Er bewies damit, dass Wasser für Worte, Bilder, Musik und sogar für Gefühle empfänglich ist. Seine Fotos zeigen eingefrorene Wassertropfen, in denen, von oben beleuchtet und durch ein Mikroskop betrachtet, die jeweiligen Wasserkristalle des Moments sichtbar wer­den. Die Ergebnisse könnten nicht unterschiedlicher sein: Die schönsten, sechseckigen Kristalle bildeten sich bei den Worten "Liebe" und "Dankbarkeit", wie auch während Gebets-Zeremonien.
Die Worte "Dummkopf" oder "Tu das!" brachten dagegen keinen Kristall hervor, das Resultat war ein Bild der Verwüstung. Gefühle beeinflussen also die Struktur des Wassers. Sie können sogar einen ir­dischen Umwandlungsprozess bewirken. Das wurde im Juli 1999 durch ein Experiment klar: Dr. Emoto organisierte eine Versammlung von etwa 350 Menschen am größten See Japans, dem Biwa-See. Die Gruppe führte für den See eine Reinigungs-Zeremonie durch, indem sie gemeinsam die "Große Beteuerung" rezitierte.Tatsächlich wurde das Wasser des Sees nachweislich reiner, der Algenbefall blieb aus. Nach seinen jahrelangen Tests vertritt Dr. Emoto die These: Wenn Wasser harmonisch fließt, kann es sich selbst reinigen. Flüsse, die natürlich fließen, sind meistens sauber.
Aufgestaute oder blockierte Flüsse bedeuten für das Wasser oft strukturell den Tod. Genauso ist es mit dem Blutstrom des Menschen: Wird der Fluss im Menschen aufgehalten, beginnt der Körper, an dieser Stelle abzusterben. Nach den Erkenntnissen Dr. Emotos bedeutet im Einklang mit der Natur zu sein, harmonisch mit dem Weltendasein zu fließen. Die Blockaden dieser Welt versperren dem Wasser seinen natürlichen Fluss.
"Wir haben eine Mission zu erfüllen. Es ist die Mis­sion, das Wasser in etwas Sauberes zu verwandeln und eine Welt zu schaffen, in der man gut leben kann. Dazu muss jeder Einzelne der gesamten Menschheit ein reines und sauberes Herz haben."
Dieses Zitat von Dr. Emoto gleicht einem gnostischen Aufruf zur Läuterung! Aber wie kann der Mensch ein reines Herz erhalten? Wie kann er seinen inneren Fluss wieder beleben? Doch nur über die Selbsterkenntnis! Nur dann kann er mit der Tat einer "inneren Rebellion", des Nicht-Tuns, des Nicht-Handelns beginnen, in welchem Zustand er sich auch befinden mag. Mit "Güte" allein kann es nicht geschehen. Ohne Einsicht in die Rolle des Menschen und den Zusammenhang der Kräfte in Natur und Zivilisation werden sich auch Dr. Emotos Theorien und Appelle in ihr Gegenteil verkehren. Jan van Rijckenborgh schreibt hierzu in seinem Buch: Der kommende neue Mensch:
"Eine ungeheure Humanitätswelle kommt in Bewegung. Eine große Güte durchglüht Millionen. Aber die fundamentale Ursache, das Wesen aller Krankheit, das dialektische Dasein, bleibt vollkom­men unangetastet.
Schlimmer noch, den Grundgesetzen der Dialek­tik entsprechend werden das kollektive Böse der Menschheit und die damit verbundenen Leiden im gleichen Maß angeregt und verstärkt, wie sich die gemeinschaftliche humanistische Krankheitsbekämp­fung entwickelt. Der entsetzlich kranke Zustand der Menschheit wird also dadurch noch verschlimmert. Zehn Jahre total und fundamental veränderte
Lebenshaltung jedoch würde die Heimsuchung wie einen Windhauch verschwinden lassen."
Nur in einem stillen Wasser vermag der Lotus seine volle Kraft zu entwickeln, überwindet der Trieb die Oberfläche und wächst zu einer wunder­schönen Blume.