Pentagramm 6/2010
"Ein lebendiges, echtes Interesse für die Gnosis ist nicht
aus der gewöhnlichen Natur zu erklären", lesen wir im
Eröffnungsartikel dieser Ausgabe:" Die praktische Erziehung des
Denkens". Aber wie kommt der Mensch dann zu anderen,
nicht-dialektischen Gedanken und Gefühlen? Sie können nur von
außen zu ihm gekommen sein!
Sie sind in ihn hineingekommen durch sein Verlangen und sein Interesse
für alles, was auf eine andere Seinsebene hinweist. Das ist dann
eine Seinsebene, auf der der wahre Mensch frei atmen, leben und bestehen
kann. Dort haben dann der Selbstbehauptungstrieb und die
Selbstbehauptung, die wir in unserem Bestehen mit jedem Atemzug einatmen
müssen, Platz gemacht für die atmosphärische
Qualität des neuen Lebens; die Liebe.
Über diese Gedanken, denen wir in der Weltliteratur begegnen und
die zu allen suchenden Menschen gehören, berichtet Pentagramm, und
auch über die Aspekte der Lebenshaltung, die sich daran
anschließt, wie z.B. in "Offenheit oder auf der Hut sein?"
Es geht auch um die Reinheit des Denkens, die durch die Erkenntnis
über die universellen Qualitäten der Zahlen stark stimmuliert
werden kann. Inhalt und Leseprobe
Pentagramm 5/2010
In der Taittriy Upanischade, die vor vielen Tausend Jahren verfasst
wurde, wird das Thema dieser Ausgabe des Pentagramm beschrieben:
"Damit Kenntnis entstehen kann, bedarf es sowohl eines Lehrers als
auch eines Schülers. Und schließlich noch eines Dritten: eines
Dialoges oder Gesprächs." Das machtvolle Urbild des Menschen,
das in die Materie hinein gesät wurde, erwacht bei diesem Dialog
und entfaltet - in einer äonenlangen Entwicklung - seine Konturen.
Der wahre Mensch ist ganz und gar Bewusstsein, Gnosis. Michelangelo
deutet im "Dialog" mit dem Stein dieses Werden an.
Inhalt und Leseprobe
Pentagramm 4/2010
"Im Herzen aller Dinge, in jeglichem, was ist im Weltall, wohnt
der Herr. Einzig er ist die Wirklichkeit.
Deshalb entsage allem trügerischen Schein, erfreue dich an ihm, sei
nicht lüstern nach den Gütern der Erde.
Der, nur der allein mag sich freuen, hundert Jahre zu leben, der schafft
ohne Bindung an sein Werk, der alles tut mit Eifer, doch wunschlos, ohne
nach der Frucht des Schaffens zu begehren.
Welten gibt es ohne Sonnen, von tiefer Finsterniss bedeckt. Dorthin
gehen nach dem Tod die Toren, die ihr Selbst getötet haben.
Das Selbst ist einzig. Unbeweglich ist es schneller als Gedanken. Die
Sinne holen es nicht ein, denn stets ist es im Vorsprung, Stillstehend
überholt es alles sich Bewegende. Ohne das Selbst gibt es kein
Leben.
Der Tod vermeint, das Selbst bewege sich, doch es bewegt sich nicht. Dem
Toren schein es weit entfernt, doch es ist nah. Es ist alles und doch
ausßerhalb von allem.
Wer alle Wesen im Selbst sieht und sein Selbst in allen Wesen, der hasst
nicht mehr."
Ischa-Upanischade Inhalt und Leseprobe
Pentagramm 3/2010
Die Trägheit des menschlichen Herzens ist eine der
größten Hindernisse, um die Welt wirklich zu erkennen. Der
Mensch ist sozusagen schwer geworden von den vielen Eindrücken und
dem Gewicht der Materie, die das Herz belastet. Daher reagiert er kaum
noch auf das Leben und die Nöte anderer. Und die inneren
Seelenimpulse dringen nur mühsam ins Bewusstsein durch.
Inhalt und Leseprobe
Pentagramm 2/2010
"Siehe, ich will dich heute zur festen Stadt, zur eisernen
Säule, zur ehernen Mauer machen im ganzen Lande wider die
Könige Juda's, wider ihre Fürsten, wider ihre Priester,
wider das Volk im Lande".
So schreibt der Prophet Jeremia (Jeremia I,18). Eigentlich ist seine
Stadt Jerusalem, aber in dem Zitat ist eine ideale Stadt gemeint, nicht
von Menschen erbaut, ein sicherer Ort, wo jeder, der Erleuchtung sucht,
frei und ungehindert mit dem Geistfeld in Kontakt treten kann. Die
Aspekte einer "idealen Stadt", im Äußeren wie im
Inneren, wollen wir in dieser Ausgabe des Pentagramm untersuchen.
Inhalt und Leseprobe
Pentagramm 1/2010
Wie oft seufzen wir doch, wenn die Hektik des Daseins uns zu
verschlingen droht: "Ich lebe nicht, sondern ich werde gelebt!"
Im ersten Artikel zeigt uns der Gnostiker Jan van Rijckenborgh
(1898-1968), dass wir von den Äonen gelebt werden. Das sind
zwölf Kraftkonzentrationen, die zwar aus der Vergangenheit stammen,
aber absolut nicht verschwunden sind und auch nicht verschwinden wollen.
Sie halten uns fortwährend beschäftigt. Der Autor legt den
Nachdruck auf die einzige Möglichkeit, ihnen zu entkommen:
nämlich wie die Pistis Sophia aus dem gleichnamigen Evangelium
durch einen Aufgang in den "dreizehnten Äon", ein
besonderes und reines magnetisches Feld. Das führt uns zu
demTheosophen und Gnostiker George Mead (1863-1933), der unter anderem
das Evangelium der Pistis Sophia übersetzte. Die drei folgenden
Artikel sind Texte aus dem Symposium vom
28. November 2009, das im Konferenzort Renova unter dem Titel Stimmen
der Stille stattfand. Es war George Mead, Madame Blavatsky und ihrem als
Juwel bezeichneten Büchlein Die Stimme der Stille gewidmet. Den
Vorträgen gingen "Stille-Texte aus der Weltliteratur"
voran, von denen einige auch in dieses Heft aufgenommen wurden. Nachdem
wir so von der Stille erfahren haben, führt uns der letzte Artikel
"Dein Gott - mein Gott" zu einer Besinnung im Tempel des
Rosenkreuzes. "Das Eine wird niemals erkannt; es kann nur aus
derVielfalt abgeleitet werden. Dennoch ist es wirklicher als die
Vielfalt."
Die Redaktion hofft, dass Sie derVielfalt dieser Ausgabe die eine
Botschaft entnehmen können: "Bemühe dich, o Seele,
wirkliche Einsicht durch Offenbarung zu gewinnen und das Wesentliche der
Dinge kennen zu lernen. [...] Und wisse, o Seele, [...] in dieser Welt
kannst du nicht bleiben, du kannst davon nichts mitnehmen. [...]
Ergreife daher die Kenntnis der Einfachheit und verlasse die
Vielfalt." Inhalt und Leseprobe
Pentagramm 2009, 2008, 2007, 2006, 2005
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