Buch des Monats Februar
Die Universelle Gnosis
Was ist Gnosis, diese als inneres Wissen bezeichnete Kraft, die sich nur
in Andeutungen beschreiben lässt und die doch das Seelenleben eines
suchenden Menschen leitet und erhebt?
In den 12 Briefen, die in diesem Buch zusammengefasst sind, werden
Aspekte eines Weges dargelegt, der in enger Verbindung mit der Bibel und
anderen Weisheitslehren auch heute noch gegangen werden kann. Im Licht
der Christuskraft führt er über verschiedene Stufen der
Seelenentwicklung zur Gnosis, die dann im eigenen Wesen Gestalt annimmt
und das ganze weitere Leben prägt.
Catharose de Petri und Jan van Rijckenborgh richten sich an Menschen,
die nicht nur die Frage nach dem Sinn ihres Lebens stellen, sondern in
denen bereits unbewusst Antworten drängen, die ihr Denken aber noch
nicht klar erfassen kann.
Leseprobe
So kann man mit Sicherheit sagen, dass es in diesen dialektischen
Gefilden niemanden gibt, dem die Gnosis in ihrer Vollständigkeit
offenbart wurde. Wer sie zu kennen behauptet, kennt sie nicht – und wer
die Gnosis kennt, der spricht nicht. Das ist ein Gesetz der universellen
Mysterien, ein Gesetz, das sehr streng befolgt wird, seit es eine
dialektische Naturordnung gibt.
Der dialektische Mensch besitzt nämlich infolge seiner
Ich-Zentralität, infolge seines vom Geist getrennten Bewusstseins
die Eigenschaft, alles, was er auf höherer und niederer Ebene
ergreifen und in sich aufnehmen kann, zur Festigung des eigenen
Zustandes anzuwenden. Daher würde die Offenbarung der Gnosis
solchen Wesenheiten nicht zum Heil, sondern zum Verderben gereichen.
Darum wird die Gnosis niemals in ihrer ganzen Fülle aufgezeichnet
und auch niemals in ihrer ganzen Fülle mündlich
übertragen, weil viele sehr schnell und leicht mental aufnehmen und
infolgedessen sich selbst und anderen Schaden zufügen
könnten.
So dürfen wir nun feststellen, dass die Offenbarung der Gnosis
ein Prozess ist, der sich im gleichen Tempo entwickelt, wie der
Schüler den Pfad geht.
Jan van Rijckenborgh und Catharose de Petri